Erfrischend: Gartendusche Surfer Style

Einige von Euch haben mich angeregt, doch auch einmal kleinere Projekte vorzustellen. Nicht jeder hat die Lust, Zeit oder den Platz für beispielsweise einen Gartenpool, wie ich ihn bereits ausführlich vorgestellt habe. Verständlich! Und weil es so schön heiß ist, habe ich an eine Erfrischung von oben in Form einer Gartendusche gedacht. Dazu braucht Ihr nur ein kleines Eckchen, bisschen Werkzeug und Installationen, Fertigbeton und ein altes Surfbrett. 

Beginnen wir mit dem Hauptteil, dem Surfbrett. Als Windsurf-Familie hatten wir solch ein Schätzchen noch im Keller liegen, zu schlecht zum Surfen, perfekt zum Duschen. Für kleines Geld könnt Ihr in den einschlägig bekannten Verkaufsportalen gebrauchte Boards kaufen, diese sollten der Optik wegen nicht zu breit und optimalerweise um die 280 cm lang und eher schmal sein.  Das Auge duscht mit, natürlich zählt auch das Design. Ihr könnt ebenso zu Wellenreitbrettern greifen, hier bitte nach „Longboards“ schauen. Übrigens ist dies eine super Geschenkidee! Wir haben eine zweite Gartendusche gebaut und als Hochzeitsgeschenk dem Brautpaar ruck-zuck im Garten platziert.

Die weitere Zutatenliste sieht wie folgt aus:

– Gartenschlauch/Wasseranschluss in der Nähe
– 3 m Gartenschlauch
– 3 Schlauchschellen
– Duschkopf (wir haben die Mixomat Kopfbrause Picos aus dem Bauhaus genutzt)
– Verlängerungsstück mit Winkel in Chrom für den Duschkopf
– Übergangsmuffe 1/2 Zoll
– 3 Doppelnippel aus Messing in 1/2 Zoll
– 2 Schlauchverbindungen 1/2 Zoll
– Schlauchverschraubung mit 90 Grad Winkel 1/2 Zoll
– T-Stück mit integriertem Absperrventil 1/2 Zoll mit Knebelverlängerung/Kronenobergriff Kaltwasser
– Bauschaum zum Ausschäumen
– Schlauchverbinder
– Teflonband

Vom Brett zur Dusche

Da beim Arbeiten am Windsurfbrett Staub entsteht, der nicht nur juckt, sondern gesundheitsschädlich ist, umfasst die Arbeitsschutzkleidung eine Staub-/Atemmaske, lange Hose und ein langärmliges Shirt. Beginnen wir mit dem Bohren am Bug – also vorne, später oben – für den Duschkopf. Bohrt dabei ein Loch mit passendem Durchmesser (mittels Kreisbohrer) auf der Oberseite schräg von unten, damit der Duschkopf später im richtigen Winkel absteht. Nun werden der Duschkopf mit dem Verlängerungsstück inkl. Winkel mittels Teflonband verbunden und angezogen, durch das Board gesteckt, als nächstes die Übergangsmuffe mit einem Doppelnippel verschraubt und beide Teile zusammengefügt. 

Steckt nun den Halbzollwinkel auf (s. Foto) und schon ist das erste Teil fertig. Um dieses in der richtigen Position zu fixieren, nehmt Ihr Euch Klebeband zur Hilfe und schäumt dann mit Bauschaum den entstandenen Hohlraum aus.

Auf der Oberseite des Boards befindet sich die sogenannte Mastspur (der dünne Schlitz), durch den Ihr nun ein Loch im Durchmesser der Knebelverlängerung bohrt. Je nach Dicke des Boards muss auf der Rückseite im Unterwasserschiff (Unterseite des Brettes) die Öffnung vergrößert werden, um das T-Stück mit den Schlauchanschlüssen aufnehmen zu können. Im besten Fall habt Ihr Euch ein schlankes Brett für Eure Konstruktion besorgt und die Verlängerung des Absperrventils reicht vom Unterwasserschiff durch die Mastspur bis zur Oberseite. Drum prüfe, bevor es bindet – jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Feinjustierungen vorzunehmen.

Bevor Ihr das T-Stück mit dem Absperrhahn fest im Board verankert, zieht Ihr auf beiden Seiten die Doppelnippel fest und befestigt die Schlauchverschraubung. Erst dann steckt Ihr von der Brettunterseite  – also von hinten – das T-Stück mit dem Absperrventil durch und den Kronenobergriff auf. Schneidet nun ein Schlauchstück zu, mit dem der Duschkopf mit der Oberseite T-Stück verbunden wird. Benutzt dafür Schlauchschellen. Den Gartenschlauch befestigt Ihr ebenfalls mit Schlauchschellen am unteren Teil des T-Stückes.

Am Duschplatz aufstellen

Jetzt kommt das gute Stück an seinen finalen Standort. Dafür grabt Ihr ein ca. 30 cm tiefes Loch, feuchtet dieses an und stellt das Brett hinein. Spätestens hier braucht Ihr zwei weitere Hände, die das Brett halten, während Ihr die ersten 10cm mit Fertigbeton trocken einfüllt. Dann langsam mit Wasser befeuchten, bis der Fertigbeton leicht gesättigt ist, 3 Minuten warten, nächste Schicht einfüllen und den Vorgang noch ein drittes Mal wiederholen. Nach bereits 10 Minuten ist der Beton angebunden, die Dusche steht fest. Jetzt Wasser aufdrehen und Duschvorgang starten. Viel Spaß beim Nachbauen der Gartendusche!

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