Terrassenplatten verfugen leicht gemacht

Jedes Jahr das gleiche Spiel auf unserer Terrasse: kaum sind unsere Platten mit Hochdruck gereinigt, reicht ein Blick in die Fugen und die gute Laune ist gleich wieder dahin. Beim „kärchern“ hat sich der feine Splitt gleich mit ausgespült und auf den Platten und den angrenzenden Rabatten verteilt. Hartnäckig hingegen haben Unkräuter und Moos dem Wasserstrahl standgehalten. Mit Blick auf unseren Parkplatz und den angrenzenden Weg zum Haus, wo Gartenbauer wasserdurchlässigen Mörtel für die Fugen zum Einsatz brachten, kaufe ich bei meinem Baustoffhändler zwei Eimer à 25 kg Pflasterfugenmörtel PF1 plus fein im Ton „Sand“ von SAKRET und mache mich ans Werk.

Vorbereitung

Wie gesagt, die Steinplatten habe ich mit dem Hochdruckreiniger – zur Schonung des Belages mit dem Aufsatz „Flächenreiniger“ – bereits gesäubert und dabei schon einen Großteil des Fugensplittes herausgeholt.  Die Fugentiefe muss mindestens 30mm betragen. Anders ausgedrückt: es folgt noch eine halbe Stunde Mehrarbeit mit dem Fugenkratzer. Zum Schluss noch einmal die gesamte Fläche kehren und mit dem Schlauch abspritzen, bevor es mit dem Pflasterfugenmörtel und meinem Testbericht weitergeht.

Ran an den Mörtel

Was jetzt folgt ist so leicht, dass es mich selbst überrascht. Eimer geholt, Folie abgezogen und loslegen. Beim SAKRET Pflasterfugenmörtel PF1 plus fein handelt es sich um einen wasserdurchlässigen, 1-komponentigen Kunstharz-Pflasterfugenmörtel für feine Fugen ab 3mm. Die Wasserdurchlässigkeit ist insofern wichtig, als dass wir damit keine versiegelte Fläche erhalten, die sich wiederum negativ aus unsere Grundbesitzabgaben auswirken würde. Da der Pflasterfugenmörtel bereits gebrauchsfertig ist, verteile ich direkt aus dem Eimer den sandigen Mörtel auf die Fugen. An dieser Stelle lohnt es, sich einen Helfer an die Seite zu stellen. Während der eine den Mörtel mit Wasser einnässt und so schon einen Teil in die Fugen einschlämmt, verteilt und verdichtet der Zweite mit einem feinen Kokosbesen die Masse in die Fugen.

Dabei aber immer nur in Teilstücken arbeiten, der Harz trocknet gerade bei warmer Witterung schnell und ist dann nicht mehr zu verarbeiten. Nach kompletter Verfugung gehe ich noch einmal mit dem Besen quer über die Terrasenplatten, um restlichen Mörtel aufzukehren, ohne denselbigen wieder aus den Fugen zu holen. Mission completed in ca 45 Minuten! Und dabei für 30qm nicht einmal einen 25kg Eimer verbraucht. Man erhält den SAKRET Pflasterfugenmörtel übrigens auch im Gebinde zu 10kg und zusätzlich in den Farben grau und anthrazit.

Tolles Ergebnis in kurzer Zeit

Das Ergebnis lässt sich sehen, Frau Bea ist wieder rundum happy! Die Fläche soll laut Hersteller erst nach 10 Tagen belastet werden, wir wagen das Betreten nach drei Tagen. Ich nehme mir vor, bei nächster Gelegenheit die Terrassenplatten aus Beton zu imprägnieren. So erspare ich mir vielleicht für den Zeitraum von 2-3 Jahren die „Tiefenreinigung“ der Terrasse. Mein Baustoffhändler hat da noch etwas im Portfolio, ich halte Euch auf dem Laufenden.
Hier noch der Vorher-Nachher-Vergleich:

Fazit
Es gibt Dinge, die machen einen in Rekordzeit glücklich. Dazu gehört im GaLabau definitiv der Pflasterfugenmörtel von SAKRET. Selbst unbedarfte DIY-Anwärter bekommen ein perfektes Ergebnis hin. Ganz wichtig dabei ist, dass die Vorarbeit (Reinigung, Fugen auskratzen) penibel geleistet wurde. Der Mörtel ist mit rund 50 Euro pro 25kg nicht gerade geschenkt, aber für mich eine Investition in eine entspanntere Zukunft allemal wert.

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3 Kommentare zu „Terrassenplatten verfugen leicht gemacht“

  1. Ich habe das gleiche Problem mit den Naturstein-Fliesen auf unserer Terrasse. Bislang habe ich mich nicht selbst an die Neuverfugung herangetraut. Dein Beispiel hat mich nun wirklich motiviert und ich werde es nach dem Winter auch einmal ausprobieren. Gut zu wissen, dass die Fugentiefe mindestens 30 mm betragen muss. Einen Fugenkratzer brauche ich dann auf jeden Fall auch!

    1. Freut mich sehr, dass Dich mein Artikel überzeugt hat, es selber zu probieren. Es ist so simpel und geht auch fix, und danach hat man Ruhe und eine dauerhaft saubere Terrasse. Ich habe mich nach jedem Regenguss (es waren zwar wenige diesen Sommer) gefreut, dass kein Fugenmaterial mehr auf den Platten verstreut war – Unkraut und Dreck haben nun auch keine Chance mehr.

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