Was nichts kostet, ist auch nichts. Gilt zumindest nach meiner Erfahrung in 90% der Fälle, Ausnahmen gibt es natürlich immer. Aber wenn man für vermeintlich gute Qualität viel zahlt und trotzdem nicht Glanz und Gloria bekommt, wird es ärgerlich. So passiert in den letzten Jahren mit zahlreichen Rückensprühgeräten, darunter auch namhafte Markenhersteller. So wie ich meine Ansprüche hochschraube, lege ich nun einmal ordentlich viel Geld für ein Rückensprühgerät der Marke Birchmeier hin. Der Test zeigt, ob sich das gelohnt hat.

Bestellt, bezahlt, geliefert. Das ist schon einmal schnell über die Bühne gegangen. 130 Euro hat mich das Rückensprühgerät RPD 15 ABR von Birchmeier gekostet. Dafür verspricht der Hersteller hochwertige Verarbeitung, einfache und schonende Bedienung sowie Zuverlässigkeit. Birchmeier ist nach eigener Aussage der führende Schweizer Hersteller von Sprüh-, Schaum- und Dosiergeräten, dessen Produkte auch in Landwirtschaft und Gewerbe Verwendung finden. Das kann nur gut genug für mich sein.

Zusammenbau

Die Montageanleitung ist ausführlich bebildert, sodass der Zusammenbau des Gerätes schnell und unkompliziert erfolgen kann. Auf den ersten Blick machen die Einzelteile einen guten Eindruck, alles scheint robust und hochwertig verarbeitet. Ich muss lediglich den Pumphebel anbringen, den Schlauch aufstecken, diesen mit der Bride sichern und schon ist mein neuer Helfer einsatzbereit. Mitgedacht haben die Hersteller in dem Punkt, dass der Pumphebel links- und rechtsseitig am Behälter montiert werden kann. Für Linkshänder sicherlich eine benutzerfreundliche Option.

Einsatz am Objekt – der Testbericht

Ein bewölkter Frühherbsttag. Es gilt, die Aprikose für das nächste Jahr fit zu kriegen, die Kräuselkrankheit soll geheilt werden. Bevor ich das Rückensprühgerät schultere und die Tragegurte justiere, muss der Pumphebel aus der Parkposition in Arbeitsstellung gebracht werden. Aus den drei möglichen Düseneinstellungen wähle ich für meine Zwecke den „Nebel“. Mit der einen Hand wird gepumpt, mit der anderen gesprüht. Ich jubiliere innerlich, denn es tropft nirgends. Nicht aus dem Schlauch, nicht aus dem Kolben. Sollte man eigentlich auch voraussetzen, so manche Vorgänger-Pumpe lehrte mich eines Besseren. Das feine Sprühbild überzeugt, Blätter und Äste werden gleichmäßig mit dem Sprühschleier überzogen.
Auf dem Rücken merke ich das Gewicht kaum, bei meiner Statur auf jeden Fall ein Pluspunkt.

Die Pumpe tut, was sie soll. Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen. Auch Reinigung und Ausspülen gehen einfach vonstatten. Für die Lagerung im Gartenhaus bringe ich den Pumphebel wieder in die Parkposition und nutze die Düsen- und Sprührohrhalterung am Gerät. Ich habe nichts auszusetzen – wenn das Rückensprühgerät jetzt noch bis zur Rente (oder gar länger) hält, werde ich restlos begeistert sein.

Technische Daten

Modell:  RPD 15 ABR
Maße (HxBxL):  610x400x220 mm
Leergewicht:  3,5 kg
Betriebsdruck:  max 5 bar
Füllinhalt:  15l
Düseneinstellungen:  Fein-Nebel, Nebel, Strahl
Anwendung:  Schädlingsbekämpfungsmittel, Wasser, biologische Mittel, Pflanzenschutzmittel
Material Behälter:  Kunststoff
Material Düse & Armaturen:  Kunstoff und Messing

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3 Replies to “Lang lebe das Rückensprühgerät!”

  1. Danke für den Bericht, ich habe mich auch schon häufig über die vermeintlich gute Qualität teurer Geräte geärgert. Etwas Anderes: womit besprühst Du gegen die Kräuselkrankheit?

    1. Es gibt verschiedene Mittel, auch aus dem biologischen Bereich. Wichtig ist, im Frühjahr vor dem Knospentreiben zu spritzen, den Baum insgesamt durch Düngung zu stärken und ggf. im Herbst nochmals ein Spritzmittel zu verwenden. Eine erste Übersicht liefert: https://www.mein-schoener-garten.de/…/pfirsich-tipps…
      Ich würde mich aber auf jeden Fall bei der Baumschule/der Gärtnerei Deines Vertrauens vom Fachpersonal beraten lassen, um das optimalste Mittel für Deinen Standort zu bekommen.

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