Heißes Teil: der Feuerschalentisch

Am Anfang war…die Feuerschale. An Gemütlichkeit nicht zu übertreffen, wenn man abends auf der Terrasse vor dem knisternden Feuer sitzt. Aber wenn die Schale nicht in Gebrauch ist, steht sie bei uns nutzlos herum. Eine gute Gelegenheit, aus der Not eine Tugend zu machen, zumal unser Terrassentisch aus Palettenholz leider nicht in die neue Gartensaison gerettet werden konnte. Die Idee: eine abnehmbare Tischplatte zu fertigen, die einfach auf die Feuerschale aufgesetzt wird. Gesagt, getan.

Materialbedarf
  • Terrassendielen aus Douglasie, 9,5cm breit, Anzahl von Größe des Tisches abhängig – wir haben 6 Dielen in je 2 Meter Länge verbaut
  • 24 Holzschrauben 4 x 40
  • 1 Packung Holzsschrauben (100 Stück) 4 x 16
  • Holzfarbe nach Geschmack, Pinsel
  • Handkreissäge und Stichsäge
  • Flachverbinder, verzinkt, ich habe 12 Stück verbaut
  • Zollstock, Bleistift, Schreinerwinkel
  • Lange Wasserwaage oder Abziehlatte
  • Akkuschrauber
  • Drahtbürste (bei Bedarf)
  • Anwärmbrenner-Set plus Gasflasche oder Gaskartusche inklusive Kartusche
  • Hilfsmittel: zwei Steine, Holzböcke
Sägen, lackieren, anpassen

Die Terrassendielen werden auf das gewünschte Maß gebracht. Ich habe mich für ein Design entschieden, welches innen parallel liegende Dielen und drumherum einen Umlauf aufweist. Unsere Feuerschale hat einen Durchmesser von 50 Zentimetern. Entsprechend habe ich 6 Stücke auf je 65 Zentimeter Maß gebracht und weiß gestrichen.

 

Um diese von unten zu fixieren und gleichzeitig eine stabile Befestigung in der Schale zu haben, habe ich zwei Stücke à 56 cm gesägt, auf den Boden gelegt, die Feuerschale umgekehrt draufgelegt und so als Schablone genutzt. Damit wird die Rundung markiert, die mit der Stichsäge ausgesägt wird. Auch diese zwei Stücke bekommen weiße Farbe.

Abflammen

Die Dielen für die Umrandung habe ich auf 2 x 66 Zentimeter und 2 x 74,5 Zentimeter gebracht. Jetzt kommt der Anwärmbrenner zum Einsatz, er soll das Holz alt aussehen lassen und dieses gleichzeitig durch die oberflächliche Verbrennung haltbar machen. Es bietet sich an, erst die Seiten abzuflammen, dafür legt man die Holzbretter zur Erhöhung auf Steine.

Abgeflammt wird von allen Seiten bis zum gewünschten Bräunungsgrad, das ist Geschmackssache. Wenn es dann doch zu dunkel geworden ist oder wer die Maserung herausarbeiten möchte, nimmt die Drahtbürste zur Hand. Wichtig: nur in Faserrichtung bürsten. Wer will, kann diese Holzstücke zusätzlich ölen.

Zusammenbau

Damit die innenliegenden Dielen schön gerade verbaut werden, kommt die Abziehlatte (oder Wasserwaage) ins Spiel. Daran alle Stücke ausrichten, die zwei Verbindungsstücke darauf legen. Bevor diese verschraubt werden, vorsichtshalber noch einmal nachmessen, damit sie an der richtigen Stelle sitzen.

Im letzten Schritt wird die Umrandung mit den Flachverbindern befestigt. Zwei Flachverbinder halten die bei mir weiße Platte mit der Umrandung zusammen, ein dritter Verbinder wird an den Ecken fixiert.

So sieht das fertige Werkstück dann von unten aus:

Mit ein wenig Druck kommt die Tischplatte auf die Feuerschale. Achtung: durch die Ritzen fließt natürlich das Regenwasser durch, also ab und an an solltet Ihr die Feuerschale leeren, sonst verrottet das Holz von unten. Schon ein heißes Teil, der neue Terrassentisch, oder?

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